Kennst du den “Random Act of Kindness” ?


Es geht darum, jemandem, den man nicht kennt und auch nicht kennenlernen wird, etwas Gutes zu tun. Und dadurch einen ganz besonderen Glücksmoment zu erleben. - Mein erster “Random act of kindness” ist schon viele Jahre her, und doch fühle ich noch den wohligen Schauer des Glücks, wenn ich daran denke. Es war gar nichts Großes:

Ich habe damals am Hauptbahnhof in Halle an der Saale ein Hotdog gekauft und nicht nur eines, sondern gleich zwei bezahlt. Es dauerte eine Weile, bis die nette Verkäuferin verstand, was ich wollte: dem nächsten Kunden, der ein Hotdog kaufen wollte, etwas Gutes tun, ihm das Hotdog spendieren, ohne zu wissen, wer dieser Kunde sein wird. Als sie es verstanden hatte, begann sie zu strahlen, denn auch für sie würde das ein schöner Moment sein, einem Kunden etwas umsonst zu geben. Und nun kam der schwerste Moment für mich: Wegzugehen und nicht zu schauen, wen es treffen wird, denn ganz wichtig an der Übung ist, dass man keine Dankbarkeit erhalten sollte, was leicht passiert, wenn man noch beobachtend in der Nähe steht.

Darf ich dich zu einem "Random Act of Kindness" einladen?

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Darf ich dich zu einem "Random Act of Kindness" einladen? 💶

Es gibt natürlich viel mehr Möglichkeiten für “Random Acts of Kindness”. Darüber nachzudenken ist in meinen Augen eine gute Kreativitätsübung.

Hast du eine originelle und gleichzeitig realistische Idee, die du auch schon erprobt hast?
Dann schick sie mir doch bitte! Die besten Ideen werde ich hier veröffentlichen, gerne auch unter Nennung des Ideengebers …

  • Kennst du die Snack- oder Getränkeautomaten an Bahnhöfen? Vermehrt sehe ich sie auch in Innenstädten, in Wartebereichen von Behörden oder im Eingangsbereich von Schwimmbädern. Manchmal steht daneben gleich ein Kaffeeautomat.

    Eine Spirale befördert durch drehende Bewegungen das Begehrte hervor. Mein Sohn mit Autismus betrachtet diesen Vorgang mit intensiver Freude. Er kann sich nicht daran sattsehen. Er greift in die Luke und fühlt sich glücklich, die Sprite oder die Chipstüte herauszunehmen.

    Es ist oft teuer. Ja, also sage ich auch ab und an Nein, wenn uns wieder ein Automat begegnet. An der Nordsee, gleich am Deich, auf Besuch in der Heimat, konnte ich jedoch nicht widerstehen, das Glück in den Augen meines Sohnes sehen zu wollen.

    Als ich einen Euro einwerfen möchte, sehe ich einen Betrag in der kleinen Anzeige blinken. Die Münze hatte ich noch zwischen Zeigefinger und Daumen fest umklammert. Jemand hat vergessen, sein Guthaben aufzubrauchen. Welch ein Glück!

    Jetzt schätze auch ich mich ein wenig glücklicher, als ich gemeinsam mit meinem gespannt schauenden Sohn auf die drehenden Spiralen sah.

    Also: Einfach mal etwas Guthaben im Automaten lassen oder das Rückgeld im Fach vergessen – schon lässt sich ganz anonym ein wenig Glück in der Welt verteilen. Einfach so.

    Ich hab’s probiert. Du auch?

    Es fühlt sich ein wenig verboten an, sein Geld absichtlich zu vergessen. Ein bisschen riecht es nach Stolz. Ich gehe lächelnd. Dankbarkeit steigt in mir auf – dafür, dass ich ein paar Cent einfach so liegen lassen kann. Für ein Lächeln des Nächsten!

  • Was ist es?

Wie viel kannst du erübrigen?